Courrier / Communications © Romeo 1232 | dreamstime.com

Courrier / Communications

Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Arbeitgebern

Monika Diethelm-Knoepfel

DOI: 10.4414/bms.2017.05625
Date de publication: 17.05.2017
Schweizerische Ärztezeitung | Bulletin des médecins suisses | Bollettino dei medici svizzeri | 2017;98:20

Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Arbeitgebern

Die Kollegen Stefan Kessler, Pascal Scholl, Christian Bernath zeigen auf, dass die Mitarbeit von Psychiatern und Hausärzten bei der (Re-)Integration von Personen mit psychischen Krankheiten in den Arbeitsmarkt sehr wichtig ist. Auch die involvierten Versicherungsträger suchen zunehmend die Zusammenarbeit. Leider erschwert der geplante Tarif von Bundesrat Berset die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Arbeitgebern massiv, denn das Kontingent für Arbeiten in Abwesenheit des Patienten soll halbiert werden. Damit ist es nicht mehr möglich, einen intensiven Austausch mit Vorgesetzten des Patienten oder auch mit anderen involvierten Ärzten sowie Angehörigen zu pflegen, auch wenn das vor allem bei schwerwiegenden psychia­trischen Erkrankungen oft dringend nötig ist. Einmal mehr weiss in Bern die eine Hand nicht, was die andere tut, denn Einsparungen bei psychiatrischen Behandlungen führen so auf direktem Weg zu Mehrkosten durch längerdauernde Arbeitsunfähigkeit oder Invalidität.

Dr. med. Monika Diethelm-Knoepfel, Uzwil

© Romeo 1232 | dreamstime.com