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Courrier / Communications

Charmeoffensive für MPA

DOI: https://doi.org/10.4414/bms.2021.19827
Date de publication: 12.05.2021
Bull Med Suisses. 2021;102(1920):660

Rudolf Wartmann, Beratung im ­Gesundheitswesen, Wettingen

Charmeoffensive für MPA

«Heute hat mir die Arzthelferin in der Praxis den Blutdruck gemessen und nicht der Arzt.» Viele Patientinnen und Patienten verwenden nach wie vor diese Berufsbezeichnung für MPA, wenn das Thema eines Arztbesuches zur Debatte steht.

Ich weiss nicht genau, wie viele MPA in der Schweiz ihren Beruf in einer ambulanten Arztpraxis ausüben, aber ich denke so ca. 20 000 könnten es schon sein. Die MPA sind unentbehrliche Assistentinnen und Assistenten in den Arztpraxen, und das Berufsbild hat sich in den letzten 10–15 Jahren gravierend verändert, wie z.B. die gestiegenen Anforderungen während der Ausbildung, oder das Umfeld im Praxisalltag, wo die MPA vermehrt in grösseren Teams zusammenarbeiten (Gruppenpraxen). Teamfähigkeit, professionelle Kommunikation, Praxismanagement, Qualitätsmanagement, Betreuung von chronisch kranken Patientinnen und Patienten, anspruchsvollere Untersuchungen, Digitalisierung, Zertifizierung etc.

Damit auch die Patientinnen und Patienten besser über den Beruf der MPA informiert sind, könnten doch die FMH oder die kantonalen Ärzteverbände über die Tätigkeiten der MPA ein Informationsschreiben oder ein Factsheet erstellen, das den Patientinnen und Patienten zur Verfügung gestellt wird.

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