500
500

Courrier / Communications

Meinungsäusserungen von Redaktionsmitgliedern (mit Replik)

DOI: https://doi.org/10.4414/bms.2021.19691
Date de publication: 17.03.2021
Bull Med Suisses. 2021;102(11):390

Dr. med. Daniel Brenken, ­Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, Subingen

Hans Stalder und Jean Martin, ­Redaktionsmitglieder der ­Schweizerischen Ärztezeitung

Meinungsäusserungen von ­Redaktionsmitgliedern

Wiederholt wird auf der letzten Seite der Ärztezeitung im «Zu guter Letzt» über das Thema Wahrheit geschrieben. Kollege Jean Martin äussert darin seinen Unmut über sogenannte Fake News, und dies immer im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Ich finde es nicht richtig, dass im offiziellen FMH-Bulletin sich Redaktionsmitglieder seitenlang darüber persönlich äussern können, was ihrer Meinung nach Wahrheit und was Fake News sind.

Replik auf ­«Meinungsäusserungen von ­Redaktionsmitgliedern»

Der Leserbrief von Kollege Brenken beginnt mit «Wiederholt …». Somit fühle ich mich ebenfalls betroffen, da ich, übrigens ganz unabhängig von Jean Martin, mich ebenfalls in einem «Zu guter Letzt» zu unserem Verhältnis zur Wahrheit geäussert habe. Sich in dieser Sparte – übrigens nicht «seitenlang», denn sie enthält nur eine Seite – manifestieren zu dürfen, ist das Privileg der Redaktionsmitglieder; andere Kollegen können dies unter «Briefe/Mitteilungen» tun. Es handelt sich auch nicht um den «offiziellen Teil» der FMH: Der ist jeweils im ersten Teil der SÄZ zu finden. Jean Martin und ich sind beide gleicher Ansicht: Natürlich dürfen und sollen Ärzte eine eigene Meinung haben, sie dürfen diese jedoch nicht mit wissenschaftlich falschen Aussagen, eben Fake News, abstützen. Wenn wir uns öffentlich manifestieren, sind wir verantwortlich, dies wissenschaftlich basiert zu tun, um das bis anhin grosse Vertrauen zur Ärzteschaft nicht infrage zu stellen.

Verpassen Sie keinen Artikel!

close